Achtsamkeit

Achtsamkeit im Garten – 6 unkomplizierte Übungen für draußen

Wie du deine Mamaauszeit ganz unkompliziert mit Hilfe von Achtsamkeit im Garten durch einfache Übungen verbringen kannst, das kannst du hier nachlesen:

„Einer der schönsten Wege zu uns selbst führt durch den Garten.“

Unbekannt
Achtsamkeit im Garten - Mädchen entdeckt den Garten

Spätestens seit dem Corona-Lockdown weiß ich, wie enorm ein Garten die Lebensqualität aller Familienmitglieder steigern kann.

Aber auch sonst ist es wundervoll, einfach die Terrassentür aufmachen zu können und ein Fleckchen grün zu betreten. Im Freien essen können und abends auf der Hollywoodschaukel den Abend beschließen. Herrlich! Denn Natur erdet uns. Grün beruhigt. Und so können wir zu uns selbst finden.

Oft schaffen wir Mamas es eben nicht, als Me-Time mal allein einen schönen ausgiebigen Spaziergang in der Natur zu machen. Doch ein paar Minuten Achtsamkeit im Garten als Mamaauszeit sind da schon einfacher umzusetzen.

Deshalb möchte ich euch hier ein paar unkomplizierte Achtsamkeitsübungen für den Garten an die Hand geben. Man kann diese auch zum Teil auf dem Balkon oder im Park durchführen, wenn kein Garten vorhanden ist.

Du brauchst dazu kaum mehr als 5 ruhige Minuten. Und wenn es mit der Me-Time nicht klappt, dann kannst du sie auch mit den Kids zusammen machen. Ihnen beizubringen,dass Achtsamkeit im Garten stattfinden kann ist schließlich auch kein Schaden ;).

6 Übungen für Achtsamkeit im Garten

1. „Wünsch‘ dir was“ mit der Pusteblumen-Übung

Achtsamkeit im Garten - Pusteblum

Was du für diese Übung der Achtsamkeit im Garten brauchst? Eine Pusteblume, mehr nicht. Du denkst, die Pusteblumenzeit ist längst vorbei? Schau mal genau hin, es gibt immer wieder welche zu entdecken.

Wenn du eine Pusteblume gefunden hast, dann gehe kurz in dich und überlege dir, was du dir gerade am Dringendsten wünschst? Ist es eine halbe Stunde Ruhe? Dass der Zahn deines Babys endlich durchkommt? Dass Oma wieder gesund wird? Ein paar Seiten in einem Buch lesen? Ein Schaumbad? Dass du mal wieder in Ruhe einkaufen kannst?

Wenn du dir klar geworden bist, dann puste kräftig und wünsche dir dabei das, was du am Liebsten hättest.

Ganz einfach, oder? Auch wenn der Wunsch dann nicht sofort in Erfüllung geht, so hast du dich zumindest aktiv mit deinen Bedürfnissen auseinander gesetzt und kannst nun selbst an der Erfüllung mit arbeiten.

Und? Was wünschst du dir?

Übrigens, wenn du doch keine Pusteblume finden solltest, vielleicht läuft dir ein Marienkäfer über den Weg oder du findest ein hübsches Kleeblatt ;).

2. Achtsamkeit im Garten mit der Übung „Lausche der Stimme der Natur“

Frau sitzt auf Baumstamm

Für mich heißt Achtsamkeit ja auch, alles bewusst und mit allen Sinnen zu erleben. Achtsamkeit im Garten wird in diesem Fall über das Gehör praktiziert.

Wie diese Übung geht? Ganz einfach:

  • Setze oder lege dich entspannt in deinen Garten. Das kann in der Wiese, auf einer Liege oder auch in einem Gartenstuhl sein.
  • Stelle einen Wecker so, dass er in 3 oder 5 Minuten klingelt (je nachdem wie viel Zeit du hast).
  • Schließe deine Augen und lausche
  • Achte ganz genau auf die Geräusche um dich herum und sauge sie tief in dir auf.
  • Wenn der Wecker klingelt öffne deine Augen und erinnere dich an die Geräusche, die du gehört hast und erfreue dich daran.

Durch diese Übung nutzt du dein Gehör ganz bewusst und kannst dich einige Minuten nur auf deine Wahrnehmung konzentrieren. Viel Spaß!

3. Mit „Wolkenbildern“ Achtsamkeit im Garten erleben

Diese Übung kennen wir wohl alle aus unserer Kindheit. Aber warum nicht auch als Erwachsene mal die Fantasie anknipsen? Wie das geht?

  • Einen Tag mit Schönwetterwolken abwarten
  • In die Wiese oder auf eine Liege legen
  • Die Wolkengebilde betrachten
  • Die Form der Wolken genau betrachten
  • Wie sehen sie aus? Welche Form haben sie? Welchem Gegenstand ähneln sie?

Eine schöne Übung der Achtsamkeit im Garten, bei der du einfach mal abschalten kannst.

4. Entdeckungstour durch den eigenen Garten „Was siehst du heute zum ersten Mal?“

Blumenwiese mit bunten Blumen

Hast du deinen Garten eigentlich schon mal ganz genau erkundet? Kennst du jede Ecke deines Gartens? Jeden tierischen Bewohner? Jedes Kraut und jeden Halm?

Bestimmt nicht. Vieles nehmen wir im Alltag nämlich gar nicht bewusst wahr. Wir filtern von Vornherein vieles aus und sind zudem oft abgelenkt. Da entgeht uns so einiges. Dabei gibt es so viel zu entdecken.

Deshalb nimm‘ dir doch einmal ein bisschen mehr Zeit. Gehe ganz langsam und gezielt jeden Quadratmeter deines Gartens ab. Was siehst du? Wer oder was begegnet dir? Was entdeckst du heute neu? Aus welchem Winkel hast du vielleicht noch nie auf deinen Garten geblickt? Welche Tierchen entdeckst du?

Mit der Übung und etwas Achtsamkeit im Garten siehst du diesen vielleicht nochmal mit ganz anderen Augen. Vielleicht findest du damit auch endlich genau den richtigen Platz für die Gartenliege ;).

5. Achtsamkeit im Garten mit der Gartenmeditation

Achtsamkeit im GArten - Meditierende Figur an Brunnen

Nun haben wir den Garten visuell und auditiv erkundet. Doch der Garten lädt auch dazu ein, ihn mit ALLEN Sinnen zu erleben und zu erfahren.

Das kannst du mit Hilfe dieser einfachen Gartenmeditation tun. So gehts:

Lege dich (bestenfalls ohne Unterlage) in die Wiese und dann sage dir folgendes vor und fühle dabei mit den Sinnen nach:

  • Die Sonnenstrahlen kitzeln meinen Körper und wärmen mich
  • Der Wind streichelt mich sanft und lässt die Blätter rascheln
  • Die Vögel singen mir mit ihrem Gezwitscher ein wundervolles Lied
  • Das Grün erdet und beruhigt mich
  • Die Blumen verwöhnen meine Nase mit ihrem Duft
  • Das Summen der Bienen oder Zirpen der Grillen umspielt meine Ohren
  • Das Gras auf dem ich liege bettet mich weich

Mit dieser Meditation spürst du nicht nur den Garten mit deinen Sinnen, sondern findest auch zu dir und deinem Körper.

6. Garten gießen und Gedanken nachhängen

Bild von annawaldl auf Pixabay

Ja, du magst vielleicht erstmal stutzen und denken, was hat Gartenarbeit mit Achtsamkeit im Garten oder Me-Time zu tun? Aber ich habe für mich festgestellt, dass das Gießen der Pflanzen im Garten eine Art meditative Wirkung auf mich hat.

Schlauch an, Wasser auf die Pflanzen halten, dem Wasser plätschern lauschen und den eigenen Gedanken nachhängen. Für mich fühlt sich das wirklich einfach super entspannt an

Probiers doch auch mal aus ;).

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar hilfreiche Anregungen geben, wie du ohne großen Naturspaziergang in deinem Garten eine kleine Natur-Me-Time haben kannst!

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