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Farben lernen mit Kindern leicht gemacht [Anzeige]

Ohne Farben wäre unsere Welt trist. Stellt euch den Regenbogen mal in Grautönen vor. Oder wenn es keine gelbe Sonne, grüne Bäume, blaue Wolken und rote Rosen gäbe, sondern alles in einem Einheitsgrau wäre. Zum Glück gibt es aber Farben und sie machen unser Leben und diese Welt bunt. Kinder fangen schon im Babyalter an unterschiedliche Farben wahrzunehmen. Aber benennen und unterscheiden, also Farben lernen, das beginnt erst ab 2 Jahren und dauert in der kindlichen Entwicklung an bis sie 3-4 Jahre alt sind. Erst dann können sie Farben sicher benennen. In dieser Zeit gibt es aber viele schöne Möglichkeiten, die Kids beim Farben lernen zu unterstützen und spielerisch zu fördern.

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Farben lernen

1. Mit Liedern und Fingerspielen die Farben lernen

Kinder lieben Musik und Lieder und singen in der Regel auch sehr gerne. Durch die Reime und Melodien wird das visuelle Lernen noch um einen akkustischen Aspekt ergänzt. Je mehr Sinne beim Farben lernen angeregt werden, desto besser bleibt das Gelernte hängen.

„Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“

bunte Kleidung

Ein klassisches Kinderlied ist „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider„. Darin kommen alle wichtigen Farben vor. So lernen die Kinder, die Farben einzeln zu benennen. Um das noch zu unterstützen, können für jede Strophe Kleidungsstücke in der entsprechenden Farbe bereitgehalten werden. Da kann das Kind dann vor jeder Strophe reinschlüpfen. So kommt nun auch noch die taktile Wahrnehmung zur visuellen und akkustischen dazu. Und Spaß bringt es allemal!

„Seht doch mal ein Regenbogen“-Fingerspiel

Farben lernen - Regenbogen
pixabay

Seht doch mal ein Regenbogen, (Regenbogen mit dem Arm schwingen)

dort am Himmel überm Haus. (nach oben zeigen, dann Dach über Kopf formen)

Regenbogen – langgezogen, (wieder Regenbogen mit dem Arm schwingen)

kommt mal schnell mit raus! (Komm mit -Handbewegung)

Rot, Orange und gelb, (Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger nacheinander zeigen)

scheint er für die Welt. (Kreis vor dem Körper mit beiden Armen formen)

Grün, blau, violett, ( 3 Finger hochhalten und nacheinander Ringfinger, kleiner Finger und wieder Daumen zeigen)

leuchtet er so nett. (Hand als Schirm über den Augen, als würde man in die Ferne schauen)

Mit diesem Fingerspiel lernen die Kinder nicht nur die Farben zu benennen, sondern gleichzeitig die Reihenfolge des Regenbogens und dass der Regenbogen 6 Farben hat. Daher kann man das Fingerspiel auch mit Kindern gut machen, die schon über das Farben lernen hinaus sind. Trotzdem können sie dabei noch was Neues lernen.

2. Farben lernen mit Spielen

„Farben würfeln“

Farben würfeln

Bei dem Spiel “ Farben würfeln“ braucht ihr lediglich einen Farbwürfel, den ihr sicherlich zu Hause habt (aus irgendeinem Spiel). Nun wird nacheinander gewürfelt. Kind 1 würfelt rot. Also muss es zügig einen roten Gegenstand im Raum finden (am Besten im Kinderzimmer spielen) und zu den anderen Mitspielern bringen. Kind 2 würfelt Gelb und bringt einen gelben Gegenstand herbei. Das kann mit beliebig vielen Mitspielern und auch beliebig oft gespielt werden. Z.B. bis jeder 3 Gegenstände gebracht hat oder bis von einer Farbe keine weiteren Gegenstände mehr zu finden sind. Da sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Dieses Spiel kann mit Kindern gespielt werden, die die Farben noch nicht sicher benennen, aber unterscheiden können. Aber auch Kinder, die beides schon gelernt haben, spielen noch mit großer Freude mit und festigen dadurch ihr Wissen.

Farben lernen mit dem Farben-Aufräumspiel

Nun kann man das „Farben würfeln“ noch ergänzen und daraus ein Aufräumspiel machen. Alle Gegenstände, die beim „Farben würfeln“ her geholt wurden, werden jetzt bei jedem Mal würfeln wieder weggebracht. Kind 1 würfelt z.B. Blau. Dann räumt es zügig einen blauen Gegenstand zurück an seinen Platz etc.

Das Spiel kann auch gespielt werden, ohne „Farben würfeln“ vorher. Einfach, wenn mal wieder Zeit zum Aufräumen ist. So macht das Aufräumen viel mehr Spaß und hat zusätzlich einen tollen Lerneffekt.

Farben sortieren

Farben lernen - sortieren
Pixabay

Kinder in diesem Alter sortieren auch unheimlich gerne Dinge auseinander. Du musst hierfür einfach nur 3-6 Schüsseln bereitstellen. Je nachdem mit wievielen Farben du das Spiel anbieten möchtest. Je kleiner und unsicherer die Kinder beim Farben lernen noch sind, desto weniger Farben würde ich anbieten. Später kann man dann immernoch eine Farbe nach der anderen dazu nehmen. Nun können z.B. Bausteine, Knöpfe, Stifte o.Ä. in die Mitte gelegt werden und das Kind muss alle blauen Bausteine in die erste Schüssel sortieren, alle gelben in die zweite usw. Idealerweise sind die Schüsseln in der gleichen Farbe oder sind zumindest mit einer Wäscheklammer in der gleichen Farbe markiert.

Fertige Farbenspiele

Natürlich gibt es auch tolle Spiele zu kaufen. Meine Große liebt zum Beispiel das Spiel „Regenbogenrutsche“ von Haba. Jako-O hat dieses und noch viele andere tolle Haba-Spiele zur Auswahl.

Beim Spiel „Regenbogenrutsche“ helfen alle Spieler zusammen, die Regenbogenrutsche zu vervollständigen, damit die Katze rutschen kann. Dazu wird gewürfelt und mit Hilfe des Wolkenschafs werden die Regenbogenfarben gefunden. Das Tolle daran ist, dass es keine Verlierer gibt, die Kinder die Farben lernen und durch das Würfeln auch erstes Zählen bzw. Zahlenverständnis vermittelt wird. Es ist ab 2 Jahren, aber mein Große liebt es auch mit 4 Jahren noch. Vielleicht jetzt sogar noch mehr denn je.

3. Farben-Bücher

Ganz toll kann man auch Farbenbücher selber gestalten. Dazu werden nur folgende Sachen benötigt:

Tonkarton in verschiedenen Farben, Fotos von roten, blauen, grünen, gelben, orangefarbenen und violetten Gegenständen, Schere, Laminiergerät und Band.

Nun klebt man die Fotos von den Roten Gegenständen auf den roten Tonkarton, die Gelben auf den gelben Karton etc. bis alle Farben beklebt sind. Danach alle Seiten laminieren, lochen und mit einem Band verbinden. Fertig.

Wer sich die Mühe nicht machen möchte findet in der Buchhandlung auch mehr als genug Auswahl zum Thema Farben.

So, ich hoffe, ich konnte euch ein paar Anregungen geben, wie Farben lernen im Alltag ganz einfach unterstützt werden kann. Viel Spaß!

10 Kommentare

  • Dr. Annette Pitzer

    Liebe Britta,
    tolle Tipps die Du hier aufgezählt hast. Was mir fehlt ist die Natur. Am besten lernt man nämlich wenn man in Bewegung ist und in der Natur finden wir doch alle Farben die es gibt.
    Alles Liebe
    Annette

  • Denise

    Farben lernen auf eine spielerische Art und weiße ist immer gut. Gerade bei den kleinsten ist es immer gut spielerisch ran zu gehen.
    Wir haben damals immer Bzw. auch heute noch, spielen wir ich sehe was, was du nicht siehst. Da spielen die Farben ja auch eine große rolle

  • Cristina

    Liebe Britta!

    Vielen Dank für die interessanten Anregungen.
    Ich bin Erzieherin und habe noch ein paar Ideen dazu.
    Ich versuche den Kindern die Farben in Alltagssituationen und Gesprächen spielerisch beizubringen.
    Das kann man zum Beispiel machen, wenn man einem Kind beim Anziehen hilft und dabei die Farben der Kleidungsstücke benennt oder beim gemeinsamen Essen oder zubereiten von Nahrungsmittel.
    Eine schöne Möglichkeit ist es auch, draußen in der Natur Farben zu suchen.
    Mit Farben kann man so viel machen, zum Beispiel Farbentische in nur einer Farbe gestalten der einen Tag einführen, an dem es zum Beispiel nur rote Lebensmittel gibt.
    Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

    Liebe Grüße, Cristina

  • Bea

    Ich dachte immer, dass die Kinder Farben von alleine lernen, weil es etwas alltägliches ist. Bis ich eigene Kinder hatte und merkte, dass dies nicht so ist 😉 Wir haben auch verschiedene Farbspiele gemacht und das ganze im Alltag untergebracht. Es dauerte eine Weile, bis sie die Farben konnten, gut Ding will immer Weile haben. Deine Tipps sind echt toll und helfen sicher gut.

    Lieben Gruß, Bea.

  • Jana

    In der Logopädie hab ich oft beobachtet, dass Kinder Probleme mit Braun und Grau hatten! Die anderen Farben üben wir zum Beispiel mit dem schönen Spielen „Quips“ und „Tempo kleine Schnecke“. Deine Ideen mit den Farbenwürfel finde ich aber auch gut!

    Liebe Grüße
    Jana

  • Eileen

    Den Farbwürfel kannte ich auch noch 😀 Ich kann mich zwar nicht mehr wirklich daran erinnern, wie ich die Farben gelernt habe aber ich weiß das ich ganz oft „Warum-Fragen“ gestellt habe wie z.B. warum ist die Sonne gelb, warum ist das Wasser blau. Ich glaube ich habe damit meine Eltern dezent überfordert xD

    Liebe Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

  • Avaganza

    Da hast du gute Ideen zusammengestellt! Ich muss gestehen dass ich mir da bei meinem beiden Kindern keine großartigen Gedanken gemacht habe. Wir haben Bücher angeschaut und Farben im Alltag benannt … das hat vollkommen ausgereicht. Aber es gibt sicherlich Kinder die sich mit den Farben schwerer tun.

    lg
    Verena

  • Ralphembon

    Danke schön für eure Hilfe für Menschen bei den Erhalt die benötigten Informationen. Perfekte Post, ich genoss es sehr. Ich hatte viel Glück, eure Website zu finden. Es gibt viele hilfreiche Informationen! Alle eure Posts gefallen mir. Wirklich gute Arbeit. Danke schön für wirklich super Blog. Es war sehr hilfreich. Ich bin nur froh, dass ich es entdeckt habe.
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