Achtsamkeit,  Selbstliebe

Lebe den Moment – 5 einfache Übungen für achtsame Augenblicke im Mamaalltag [Anzeige]

Lebe den Moment Wandbilder

Bei dem Beitrag „Lebe den Moment…“ handelt es sich um eine bezahlte Kooperation.

Liebe Mama, du wirbelst den ganzen Tag durch die Bude. Befüllst den Geschirrspüler zweimal täglich und räumst ihn wieder aus. Stellst Waschmaschine und Trockner mindestens einmal täglich an. Kochst bzw. bereitest drei vollwertige, gesunde und abwechslungsreiche Mahlzeiten für die Familie zu, manchmal noch einen weiteren Snack für zwischendurch. Du machst den Wocheneinkauf, der so groß ist, dass andere deinen Einkaufswagen schon kritisch beäugen. Saugst Staub, nur damit es fünf Minuten blitzeblank ist, denn ungefähr so lange dauert es, bis ein Kind wieder mit Straßenschuhen durch die Wohnung läuft oder sein Brötchen isst.

Du putzt die Klos-und wir Mamas wissen alle, dass das mit Kleinkind, welches gerade trocken wird, kein Vergnügen ist. Fährst die Kinder zu Kita und/oder Schule und holst sie wieder ab. Und nachmittags zum Schwimmkurs, zur Schulfreundin, zum Kinderturnen und/oder zum Tanzunterricht. Du bist also mindestens viermal am Tag als Chauffeurin unterwegs. Du räumst Kinderzimmer (mit) auf, die aussehen, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Räumst auch das Wohnzimmer auf, das ebenfalls wie ein Schlachtfeld aussieht. Du bringst ein, zwei oder drei müde Kinder ins Bett und singst geduldig tausendmal das Lieblingsschlaflied bis sie endlich eingeschlafen sind.

Dazwischen tröstest du bei aufgeschürften Knien, begleitest Wutanfälle wegen falsch geschnittenen Sandwiches, badest kleine Wasserverweigerer und baust Türme aus Bausteinen, die bis zur Decke reichen. Du malst Einhörner und lässt dir dabei sagen dass das Horn doch ganz woanders hingehört. Spielst verstecken und suchst dein Kind mit Ausdauer und Geduld, obwohl es sich immer wieder am selben Ort versteckt. Du gehst spazieren, wobei du eher hinter dem mit dem Laufrad davon rasenden Kind her rennst.

Endlose Liste an Aufgaben

Ich könnte die Liste endlos um weitere Aufgaben und Tätigkeiten erweitern. Kommt dir der Tagesablauf irgendwie bekannt vor? Dann ist dir bestimmt eine Sache aufgefallen: In dieser (sehr realitätsnahen) Beschreibung und Aufzählung deines Alltags tust du alles für deine Familie, aber nichts für dich. Du funktionierst, machst, tust. Bist für alle da, was ja auch schön ist, denn so bist du mit Abstand die wichtigste Person für deine Familie. Du vergisst dabei aber, auch für DICH selbst da zu sein. Zu atmen, zu verschnaufen. Zu leben, BEWUSST den Moment wahrzunehmen. Die Achtsamkeit, Selbstfürsorge und auch die gute Laune bleiben dabei oft auf der Strecke…

Es wird also höchste Zeit. Lebe den Moment, hier und jetzt. Wie du das bewerkstelligen sollst? Bei den ganzen Anforderungen an dich als Mama? Das ist machbar. Aber es ist etwas, dass du trainieren und ritualisieren solltest, damit es in Fleisch und Blut übergeht. Oft bist du es gewohnt, deine Bedürfnisse hinten an zu stellen. Und die Zeit für dich ist als Mama ja auch begrenzt. Daher ist es umso wichtiger, die kurzen Auszeiten ganz bewusst zu nutzen.

Das kannst du mit den folgenden 5 Lebe den Moment-Übungen trainieren:

Enjoy the Moment Wandbilder

Lebe den Moment – Übung 1: Genieße (mind.) eine Mahlzeit am Tag

Mal ehrlich: Wie oft stopfen wir einfach irgendwas Essbares oder schütten irgendwas zum Trinken in uns rein, nur damit wir nicht verhungern oder verdursten? So nebenbei, am Besten im Stehen zwischen Windel saubermachen, Waschmaschine beladen und Bügelperlen Bilder bügeln. Ich gebe zu: Ich ertappe mich auch immer wieder dabei. Aber achtsam ist das nicht. Es ist gut zum Überleben, klar. Aber wir wollen uns als Mütter ja gut behandeln und dazu gehört auch achtsam zu essen. Zu genießen. Wirklich zu schmecken.

Darum ist diese Achtsamkeitsaufgabe für uns alle wichtig: Nimm dir täglich eine Mahlzeit, einen Snack oder ein Getränk vor, welches du total bewusst und ohne Ablenkung genießen möchtest. Das kann ein Eis sein, ein leckerer Obstteller oder ein heißer Kaffee. Setze dich dazu an einen ruhigen Ort. Vielleicht ohne Kids, wenn das möglich ist. Oder mit Kids, sie können ja auch einfach mitmachen und so auch achtsames Essen von Anfang an verinnerlichen. Und dann lass es dir im wahrsten Sinne des Wortes „schmecken“. Wonach schmeckt es? Wie ist die Konsistenz? Ist deine Mahlzeit süß oder salzig? Was magst du besonders daran? Und welche Gefühle löst diese Geschmackserfahrung bei dir aus? Probiers mal aus! Du wirst sehen, das tut gut und lässt dich für einen Moment ganz bei dir selbst sein.

Übung 2: Lebe den Moment beim Kuscheln mit deinem Kind

Ja richtig! Auch gemeinsame Kuschelzeiten eignen sich wundervoll, um bewusst wahrzunehmen und im Hier und Jetzt zu sein. Und eigentlich hat fast jedes Baby oder Kind irgendwann am Tag mal das Bedürfnis nach Nähe und Kuscheleinheiten. Nutze dies auch für dich! Mit einem Kind gestaltet sich das meistens noch etwas leichter. Denn du musst dich dabei nur nach einem Bedürfnis richten. Bei mehreren Kindern kann es dabei zu Schwierigkeiten kommen. Oder auch zu Eifersüchteleien. Dennoch gibt es durchaus ab und zu Gelegenheiten, mit jedem Kind zu kuscheln. Z.B. während des Mittagsschlaf vom Kind 1 kann mit Kind 2 gekuschelt werden. Oder abends bei der Einschlafbegleitung. Notfalls kannst du ja auch mit mehreren Kindern gleichzeitig kuscheln.

Dabei kommen nicht nur die Kids auf ihre Kosten. Auch bei dir werden Glückshormone produziert. Und die Kuschelzeiten können eben ganz bewusst erlebt werden. Ohne Ablenkung. Also kuschle mindestens einmal täglich ohne Fernseher, Smartphone oder Gedanken an die Einkaufsliste mit deinem Kind oder Partner.

Übung 3: Gönne dir mind. eine kurze Auszeit täglich

Achte ganz bewusst darauf, dir einmal täglich (oder öfter) eine kurze Auszeit zu gönnen. Das kann eine entspannte Dusche sein, ein kurzer Spaziergang, 10 Minuten lesen im Lieblingsbuch, ein Telefonat mit der Freundin, ein heißer Tee oder Ähnliches. Etwas, das dir gut tut,worauf du dich freuen kannst und das du als Quality-Time für dich betrachtest. Schon wenige Minuten können dafür sorgen, dass du Kraft tanken kannst und zufriedener bist. Nimm diese Momente ganz bewusst wahr. Überlege dir vorher,wann du diese Auszeiten einbauen kannst im Tagesablauf. Plane sie ganz konkret täglich ein, damit sie nicht vergessen oder ständig verschoben werden,bis es wieder zu spät dafür ist. Das geht, du musst es nur entsprechend organisieren.

Übung 4: Lebe den Moment bei einer Körperübung täglich

Ganz bei dir zu sein heißt auch, regelmäßig deinen Körper zu spüren. Es ist wichtig, auch ihn nicht zu vernachlässigen. Und damit meine ich jetzt kein einstündiges Workout mit Schwitzen und Ackern. Das ist ja doch im Alltag mit Kind eher schwierig zu integrieren. Ich spreche viel mehr von kurzen Momenten bis hin zu maximal 10-minütigen Einheiten. Leg zum Beispiel dein Lieblings-gute-Laune-Lied auf und tanze dazu. Frei nach dem Motto „Dance like Nobody ist watching“. Denke nicht dabei, spüre nur die Musik und deinen Körper. Ein durchschnittlicher Musiktrack dauert 3-4 Minuten. Genau richtig für deine Körperübung für zwischendurch.

Oder massiere dir ein paar Minuten das Gesicht, Streiche die Wangen aus, ziehe mit Zeige- und Mittelfinger deine Augenbrauen nach und die Nase. Das belebt und tut gut. Du kannst auch deinen ganzen Körper einmal ausstreichen. Am besten du beginnst am Kopf und arbeitest dich dann über Hals, Schultern, Arme, Oberkörper, Bauch, Rücken, Gesäß, Beine von Po bis zur Ferse bis zu den Füßen nach unten. Das macht besonders vor dem Zubettgehen Sinn, den das ausstreichen entspannt.

Vielleicht hat ja auch dein Partner Zeit und Lust, dir eine wohltuende Nackenmassage zu geben. Das löst Verspannungen,die sich über den Tag aufgebaut haben könnten.

All das sind wirklich Körperübungen, die weder viel Zeit beanspruchen, noch viel Platz benötigen. Leg am Besten gleich los!

Übung 5: Seelenschmeichler einmal pro Tag

Wandbilder coco Chanel beauty

So, nun hast du etwas für deinen Körper getan. Jetzt ist die Seele dran. Gönne dir auch für sie eine kleine Auszeit und eine Übung am Tag. Denn dass es ihr gut geht, ist eine wichtige Voraussetzung, um glücklich und zufrieden zu sein. Deshalb empfehle ich einmal täglich eine Selbstliebe-Übung durchzuführen. Etwas, das dich bestärkt. Womit du dich selbst pushen kannst, was dich glücklich macht und dein Selbstbild positiv werden lässt. Hier kann ich beispielsweise die „Spieglein, Spieglein“-Übung nur empfehlen. Du kannst aber auch einfach ein Dankbarkeits-Tagebuch führen oder täglich aufschreiben, was du besonders gut gemeistert hast. Hauptsache es tut dir gut und du fühlst dich hinterher stark, schön und gut!

Mit diesen 5 Lebe den Moment-Übungen kannst du deinen Tag achtsamer gestalten, ohne viel Aufwand. Und wenn du einmal damit anfängst, diese Übungen in deinen Tagesablauf zu integrieren, wird es irgendwann ein Selbstläufer sein. Du kannst beispielsweise schon morgens nach dem Aufstehen dein achtsames Essen oder Trinken durchführen. Natürlich macht es Sinn, hierbei auch deine und die Gewohnheiten deiner Familie mit einzuplanen. Abends kannst du dann z.b. deine Körper- und Seelenübungen machen.

Die kleine Auszeit kann eventuell mittags während des Mittagsschlafs deines Kindes genommen werden. Aber du weißt natürlich selbst am besten, wann es in euren Tagesablauf am besten integrierbar ist. Genauso wie die Kuscheleinheit mit deinem Kind oder Partner.

Plane diese 5 Lebe den Moment-Übungen fest ein, so dass sie fester Bestandteil deiner Tagesroutine werden können.

Viel Erfolg und Freude beim ausprobieren!

Diese wundervollen Wandbilder – https://www.bimago.de/wandbilder.html mit den Aufschriften „Enjoy the moment“ und „Beauty begins…“ und viele weitere Motive findet ihr übrigens bei bimago.de.

8 Kommentare

  • Dr. Annette Pitzer

    Ich tue mich mit solchen Tipps immer sehr schwer, vielleicht liegt das aber daran, dass ich den Moment schon immer lebe. Für alle die das nicht gut können „Es gibt nur jetzt“. Daher lebe jeden Moment in voller Aufmerksamkeit.
    Alles Liebe
    Annette

    • fraufreigeist

      Naja, wenn du eh schon jeden Moment bewusst lebst, dann brauchst du ja auch keine Tipps mehr 😉. Aber nicht jeder schafft das so, schon gar nicht im manchmal sehr stressigen Alltag einer Mutter.

  • Mo

    Also ich finde deine Tipps super. Tatsächlich umgesetzt habe ich 1 bis 3. Der vierte Punkt steht auf meiner To-Do-Liste, aber da bin ich weniger erfolgreich. Der letzte Punkt fällt mir ehrlich gesagt ziemlich schwer. Aber vielleicht ist das auch nur eine Übungssache.

    Liebe Grüße
    Mo

  • Bea

    Tolle Tipps und so wahr! Wir verpassen oft, einfach im Alltagsstress, den Moment mal zu genießen. Im Kopf schwirren schon wieder die nächsten Aufgaben . Danke für die Anregung.

    Lieben Gruß, Bea.

  • Alice Christina

    Achtsamkeit finde ich so wichtig! Gerade in Zeiten, wo wir uns aktuell immer nur durch alles mögliche stressen. Dabei sollten wir viel achtsamer mit unserer Psyche und unserem Körper sein. Deine Tipps find ich toll. Vor allem Nummer 3 – ich finde es auch unglaublich wichtig, sich jeden Tag eine kleine Auszeit zu gönnen.

    Liebe Grüße
    Alice von http://www.alicechristina.com

  • Jana

    Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich mir viel zu wenig Zeit für mich nehme! Meist erst abends, wenn ich schon wirklich müde bin und mir eigentlich nur noch die Augen zufallen! Daran sollte ich wirklich mal was ändern! Die Idee mit dem Dankbarkeitstagebuch finde ich übrigens toll! Ich glaube, man hat sonst gar nicht vor Augen, für wieviel man eigentlich dankbar sein kann!

    Liebe Grüße
    Jana

  • Eileen Julius

    Ein wundervoller Beitrag der nicht nur Mamis hilft, auch vielen anderen die vielleicht Probleme haben auf sich zu achten und sich ein wenig mehr Zeit zu schenken. Die Ideen finde ich toll. Ein Dankbarkeitstagebuch führe ich auch, ich gehe auch regelmäßig alleine spazieren und höre Hörbuch dabei und eine heiße Wanne 1x die Woche darf natürlich auch nicht fehlen.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

  • Avaganza

    Das ist so ein wichtiges Thema – auf uns selbst achten und uns Gutes tun. Ich bin Meisterin im genießen der kleinen Dinge und Momente. Vor allem in der jetzigen Zeit hilft mir das sehr. Danke dass du uns wieder daran erinnerst <3!

    lg
    Nena

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