Selbstliebe

Selbstliebe – Liebe Mama, habe Mut du selbst zu sein!

Selbstliebe
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Selbstliebe – Die Weihnachtsfeiertage sind um, die Verwandten abgereist, die letzten Lebkuchen und Plätzchen vertilgt und die Geschenke verräumt. Und damit ist auch irgendwie der Weihnachtszauber verpufft. Alles rast auf Silvester zu. Der Baum strahlt plötzlich nicht mehr ganz so hell, der Stollen schmeckt nicht mehr ganz so lecker und die Euphorie über die (nachträglich betrachtet doch nicht so hübsche) Vase von Tante Erna lässt auch langsam nach.

Es wird auch gemunkelt, dass auch WÄHREND der Feiertag nicht immer überall alles rund lief. Doch laut Instagram KANN es sowas an Weihnachten (und auch sonstewann) nicht geben. Auf den Fotos funkelt und glitzert alles. Jeder hat sich rausgeputzt, lächelt sein weißestes Zahnpastagrinsen in die Kamera. Und im Hintergrund leuchtet stets der perfekt geschmückte Christbaum. Da wird nichts dem Zufall überlassen.

Insta-Fake vs. Selbstliebe

Aber in der Realität könnte sicherlich jede Frau bestätigen, dass nicht immer alles Gold ist, was glänzt. Die angebratene Weihnachtsgans, das vom Erdboden verschluckte Geschenk für Großonkel Heinz, die Enttäuschung über das fehlende Smartphone unter dem Weihnachtsbaum oder der Streit um die Sitzordnung an Heilig Abend. All das wird gerne unter den Tisch gekehrt, verdrängt oder verleugnet – ohne viel Selbstliebe…

Selbstliebe - Instafake
Bild von StockSnap auf Pixabay

Und das nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr über. Hinter den Fotos von perfekt gestylten Frauen im Oversize-Pulli, kombiniert mit Overknee-Strümpfen (ohne Hose), einer Kaffeetasse in der Hand und mit Lichterketten und Blumen behängt, stecken ganz normale Frauen und Mütter wie du und ich.

Frauen und Mütter wie du und ich

Frauen, die im Alltag auch mal Hosen tragen. Und nicht nur die engen Knackjeans, sondern da wird auch in die Jogginghose geschlüpft, übrigens ohne damit Sport zu machen. Frauen, die 3 Kilo zu viel auf der Waage haben, aber das Plätzchen essen trotzdem nicht sein lassen können. Die vor lauter Arbeit keine Zeit zum Putzen haben und ihre Geschirrberge hinter der geschlossenen Küchentür zu ignorieren versuchen.

Ladies, die mit blanken Nerven heulend im Bad sitzen, weil der Lieblingslippenstift abgebrochen ist. Welche gedankenverloren Salz statt Zucker in den Kaffee schütten. Oder die ihre Waschmaschine zum Explodieren gebracht haben, weil sie so viel Wäsche wie irgend möglich mit einem Waschgang abarbeiten wollte. Die mit zwei unterschiedlichen Socken herumläuft und den Paarzwang eben dieser aufgehoben haben, weil immer irgendein Strumpf unauffindbar ist.

Mütter, die den Schnodderfleck ihres Kindes auf dem eigenen Pulli nicht entdecken, bevor sie aus dem Haus gehen. Die Stresspusteln und einen hochroten Kopf bekommen, wenn ihr Kind an der Ampel lautstark fragt, warum der Mann neben ihnen so unglaublich dick ist. Oder die den Frisörtermin seit Monaten verschieben, weil das Baby nicht aus der Flasche trinken will. Bei denen Bad-Hair-Days folglich die Regel und nicht die Ausnahme sind.

Mamas, die ihre Dusche seit 3 Tagen nicht mehr von innen gesehen haben (außer zum Putzen), weil das Baby im Schub steckt und sich nicht ablegen lässt. Die aufgrund von Schlafmangel die wichtigsten Zutaten für das Abendessen beim Einkauf vergessen. Die aber froh sind, es überhaupt zum Einkaufen geschafft zu haben.

Muttis, die nach dem Kindergeburtstag ihres Kindes mit einer Horde aufgedrehter Kids ein Sauerstoffzelt und 3 Wochen Urlaub brauchen.

DAS ist Realität!

DIE Realität, die nur ein Tabu-Thema ist, weil die wenigsten sich trauen, das zuzugeben. Zu zeigen, dass sie auch fehlbar und keine perfekten Frauen sind. Manchmal überfordert, sauer, müde, erschöpft, überarbeitet sind. Von Selbstliebe keine Spur. DAS ist Alltag!

Aber liebe Frau und Mama, ob du eine tolle, starke Persönlichkeiten bist, definiert sich nicht über hosenlose Kaffeepausen, blitzeblank geputzte Küchen, oder perfekt lackierte Nägel. Und auch nicht über makellose Haare, aufwendigst gestaltete Geburtstagstorten für die Kinder und insta-taugliche Fotos von alledem.

Sondern durch dich selbst! Du bist gut so wie du bist, auch mit mombie-haften Augenringen bis zum Kinn im Schlabberlook inmitten von Geschirr- und Wäschebergen und im Chaos versinkenden Kinderzimmern. Vielleicht bist du nicht die 5-Sterne-Torten-Bäckerin, bestgestylte Frau, gelassenste Mama oder motivierteste Putzerin.

Dafür vielleicht die tollste Geschichten-Erfindern, lustigste Witze-Erzählerin, für jeden Spaß zu haben. Die mit der schönsten Naturhaarfarbe. Tollkühnste Kind-vom-Klettergerüst-Retterin, fantasievollste Rollenspielerin, schnellste Um-die-Wette-Läuferin, beste Fertigpizzateig-Belegerin, treuste Asiafood-Bestellerin, zuverlässigste Geburtstagsvergesserin uvm.

Sei stolz auf dich, voller Selbstliebe. Sei einfach du, die anderen gibt es nämlich schon! Du bist vielleicht nicht perfekt, aber du bist perfekt du selbst!

Ich denke, das ist ein guter Vorsatz für‘s neue Jahr. In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start ins Jahr 2020!

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade zum Thema Glück von busymama teil.

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