Achtsamkeit,  Selbstliebe

Selbstliebe Übung „Spieglein, Spieglein“ und 3 wichtige Gründe, warum Achtsamkeit für Mütter nicht ohne Selbstliebe funktioniert

Selbstliebe Übung und 3 Gründe, warum Achtsamkeit ohne Selbstliebe nicht funktioniert
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Selbstliebe Übung für Mamas – Das Thema Achtsamkeit für Mamas ist momentan brandaktuell. Immer mehr Mamas pochen inzwischen auf ihr Recht auf Auszeit, Me-Time, Ruheoasen. Auch wenn sie starke Frauen sind (oder vielleicht auch weil sie es sind) wünschen sie sich Entlastung, Entschleunigung und Zeit für einen ruhigen Alltag. Zeit, Dinge bewusst tun zu können. Sei es der Abwasch, das Memory-Spiel mit dem Kind oder das Schaumbad am Abend zur Entspannung.

Doch der Mamaalltag ist nach wie vor oft geprägt von Mehrfachbelastungen, zu vielen Aufgaben und damit verbundenem Multitasking. Das hat nicht viel mit Achtsamkeit zu tun. Die Tage verfliegen, ohne dass sie bewusst gelebt wurden. Dabei ist gerade bei solchen vielfältigen Aufgaben und Belastungen Achtsamkeit super wichtig. Nur durch sie kann Stress erfolgreich bewältigt werden.

Oft ist bei Mamas der Frust aufgrund von Stress und Überforderung vorprogrammiert . Sie fühlen sich unfähig, haben einen viel zu hohen Anspruch an sich selbst (der von der Gesellschaft auch noch befeuert wird) und fühlen sich mies, dumm und als Rabenmutter, wenn Sie diesem Anspruch nicht gerecht werden können.

Doch Achtsamkeit kann nicht ohne Selbstliebe funktionieren. Warum das so ist erkläre ich euch in den folgenden drei Punkten:

1. Nur wer sich selbst liebt, gibt gerne auf seinen Körper Acht.

Das ist wie mit deinem Lieblings-Schmuckstück. Es ist kostbar und dir persönlich ganz viel wert. Du behandelst es vorsichtig. Legst es in eine hübsche Schatulle und passt auf es nicht zu verlieren. Du würdest es niemals achtlos in die Ecke schmeißen oder beispielsweise beim Baden tragen, wo die Gefahr so groß ist es zu verlieren.

Jetzt stell dir vor, du bist das Schmuckstück. Nur wenn du dich selbst liebst wirst du mit dir vorsichtig umgehen. Dann wirst du dir Auszeiten gönnen oder notfalls auch erkämpfen. Nur mit Selbstliebe wirst du deinen Körper pfleglich behandeln, dich gesund ernähren, bewegen und ausruhen. Denn dann möchtest du, dass es dir selbst gut geht.

2. Nur wer sich selbst liebt, gönnt sich bewusste Momente der Achtsamkeit.

Ganz im Hier und Jetzt sein. Versunken im Moment. Komplett vertieft im eigenen tun. Ohne Ablenkung. Ohne schlechtes Gewissen. Das kann ein Schaumbad am Abend sein. Bei dem du nur das warme (oder in meinem Fall heiße) Wasser spürst. Den Schaum knistern hörst. Den Duft des Schaumes riechst und abschalten kannst.

Oder die 15 Minuten mit deinem Lieblingsbuch auf dem Sofa. Eingekuschelt in die Decke, versunken in die spannende Handlung des Buches. Alles um dich herum vergessend.

Oder aber es ist nur ein gedanklicher 5-Minuten-Urlaub an einem Ort, wo du besonders gerne bist. Mit tollen Erinnerungen an leckeres Essen, Meeresduft und Sonne auf der Haut.

3. Nur wer sich selbst liebt, kann auch liebevoll und achtsam mit seinen Mitmenschen umgehen.

Wer sich selbst liebt, hat nicht nur das Bedürfnis sich selbst Gutes zu tun. Sondern geht auch achtsam mit den Bedürfnissen seiner Liebsten um. Das ist für uns Mamas auch wichtig. Schließlich sind wir für das Wohl unserer Kinder verantwortlich. Wir können also auch für das Wohlbefinden aller Familienmitglieder sorgen. Wir können ihnen vorleben, sich selbst zu lieben und schon den Kleinsten Achtsamkeit beibringen. Unsere Kinder werden unser positives Selbstbild erkennen und es für sich selbst auch übernehmen. Somit werden Sie sich auch leichter tun, mit ihrem Körper achtsam umzugehen, sich selbst Auszeiten zu ermöglichen und bewusstes Handeln und Erleben zu verinnerlichen.

Du siehst also, dass Selbstliebe und Achtsamkeit eng miteinander verknüpft sind und sich gegenseitig sehr begünstigen. Bestimmt ist ein bedürfnisorientierter Umgang mit unseren Kindern auch möglich, wenn unsere Selbstliebe nicht so ausgeprägt ist . Und unsere Kinder werden nicht automatisch skeptische Selbsthasser, wenn wir Ihnen keine starke Selbstliebe vorleben. Aber es fällt eben einfacher, ein positives Selbstbild zu entwickeln mit den entsprechenden Vorbildern.

Selbstliebe entwickeln? Aber wie?

Jetzt fragst du dich vielleicht, wie du dich selbst lieben sollst, wo du doch aus deiner Sicht nichts auf die Reihe ekommst, während „die anderen“ Mamas doch immer alles so easy schaffen.

Bei „den Anderen“ ist immer aufgeräumt und die Bude blitzt, während es bei dir aussieht, als hätte die Bombe eingeschlagen. Die Kinder „der Anderen“ schlafen durch seit sie 10 Wochen alt sind, nur deine Kinder wachen nachts im Stundentakt auf. „Die Anderen“ gehen stets liebevoll auf ihren Nachwuchs ein, haben einen Geduldsfaden von hier bis nach Timbuktu und verlieren nie die Nerven. Während du auch mal laut wirst, schimpfst und manchmal einfach nicht mehr kannst. Ach ja, und „die Anderen“ sind immer top gestylt, die Frisur sitzt und die Nägel sind makellos lackiert. Während aus deinem Gesicht nach und nach das Makeup von vor drei Tagen abbröckelt und du froh bist, wenn du mittags nicht mehr im Schlafanzug rumläufst.

Lass „die Anderen“ hinter dir und fange an dich zu lieben mit dieser Selbstliebe Übung!

Glaub‘ mir: Auch bei „den Anderen“ ist nicht alles Gold was glänzt! Auch bei ihnen siehst du immer nur Momentaufnahmen. Vielleicht fühlen sie sich sogar genauso wie du und wissen gar nicht, dass du so einen Eindruck von ihnen hast. Weil sie sich auch über ihr Gerümpelzimmer ärgern, das einfach nie ordentlich werden wird. Oder weil sie es vielleicht seit drei Tagen nicht mehr unter die Dusche geschafft haben.

Und wichtig ist auch gar nicht, wie es bei „den Anderen“ läuft. Wichtig ist viel mehr, dass du es schaffst, dich selbst anzunehmen mit all deinen Stärken und Schwächen und das Beste daraus zu machen.

Selbstliebe Übung „Spieglein, Spieglein an der Wand“

Ich möchte dir deshalb heute eine Selbstliebe Übung vorstellen, die zwar nicht von jetzt auf gleich dafür sorgt, dass du dich sofort für immer liebst. Aber bei regelmäßiger Durchführung hilft sie dir bestimmt, einen positiven Blick auf dich und deine Stärken zu zulassen.

Es ist die „Spieglein, Spieglein an der Wand“ Selbstliebe Übung und sie geht so:

Stelle dich 1x am Tag (am Besten abends) vor einen Spiegel im Bad oder Schlafzimmer. Wichtig ist, dass du während der Übung nichts Anderes machst, also kein Zähneputzen, kein Schlafanzug anziehen, gar nix! Nur ganz achtsam diese Selbstliebe Übung durchführen. Nimm dir mind. zwei und max. 5 Minuten Zeit dafür.

Nun betrachte dich ganz eingehend im Spiegel und richte deinen Blick ganz bewusst auf das, was dir an deinem Spiegelbild gefällt. Vielleicht die Sommersprossen auf deiner Nase, der Farbton deiner Augen, der lange Hals oder die rosigen Wangen. Halte dich dabei nicht an Stellen auf, die dir nicht gefallen (wie z.B. Hautunreinheiten, glanzlose Haare o.Ä.). Gehe so deinen ganzen Körper ab. Je größer also der Spiegel, desto besser.

Nach dieser äußerlichen positiven Körperreise kommt nun der zweite Teil der Übung. Nun lässt du dir von deinem Spiegelbild 3 Dinge erzählen, die du heute super gemacht hast. Und auch wenn du eine Weile überlegen musst. Ich versichere dir, du wirst selbst nach einem gefühlten Horrortag 3 Dinge finden! Durch diese Übung machst du dir diese Erfolge bewusst, die du sonst vergessen hättest. Oder die von anderen unschöneren Ereignissen überschattet worden wären.

Wiederhole diese Übung gerne täglich und du wirst sehen, deine Einstellung zu dir selbst wird sich verändern. Du wirst großzügiger zu dir werden und dein Selbstbild wird Stück für Stück positiver werden.

Und dann steht auch einem achtsamen Lebensstil nichts mehr im Wege!

Wenn du noch mehr Achtsamkeits- und Selbstliebeübungen kennenlernen möchtest, dann besuche mich doch auch auf Instagram und folge mir!

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