Freigeist

Working Mum – das Märchen von der Vereinbarkeit

Das Wort Working Mum und das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind momentan in aller Munde und brandaktuell. Doch was genau heißt das eigentlich?

Ich definiere das so: Die Berufstätigkeit und das Familienleben lassen sich so unter einen Hut bringen, dass beide Bereiche ohne größere Schwierigkeiten nebeneinander bestehen können. (Eine ähnliche Definition findet ihr hier)

Nun ist das eine sehr allgemeine Definition. In der Realität wird diese Vereinbarkeit wohl sehr unterschiedlich und individuell wahrgenommen. Sie sieht auch in jeder Familie anders aus. Zudem finde ich, dass sie von diversen äußeren Faktoren abhängig ist, die man selbst oft nur schwer oder gar nicht beeinflussen kann, z.B. KiTa-Platz, Arbeitsumfang, Arbeitszeiten, individuelle Belastbarkeit, persönliche Bedürfnisse und Prioritäten, familienfreundliche Arbeitgeber, finanzielle Situation und vieles mehr.

Die Vorzeige – Working Mum

Die Küche der Vorzeige - Working Mum
Quelle: Pixabay.de

Bei ihr klappt alles wie am Schnürchen. Nach einem ausgewogenen Smoothie-Frühstück (natürlich selbst gemacht) und dem Befüllen der Kinderfrühstücksdose mit Gemüse-Sticks und ausgestochenen Sternchen-Broten, bringt sie mit Leichtigkeit und Kinderlieder trällernd ihr Kind in die KiTa. Das Kind rennt freudestrahlend in die KiTa-Gruppe, sie kann los. Fährt dann gut gelaunt weiter zur Arbeit, während sie auf dem Weg schon völlig strukturiert erste Einkäufe erledigt und sogar noch Zeit für ein Pläuschchen mit der Kassierin findet. Beim Job angekommen, arbeitet sie erfüllt und hocheffizient 8 Stunden mit Pause. Auf dem Heimweg werden die restlichen Einkäufe getätigt, das Kind abgeholt und nach Hause gefahren.

Daheim händelt sie den Haushalt und das Kochen des Abendessens mit Links, während das Kind mit der rechten Hand bespaßt, bespielt und gefüttert wird. Abends kommt der Ehemann nach Hause, bringt das Kind ins Bett, während sie die Einkaufsliste für den nächsten Tag schreibt, ihre und die Klamotten des Kindes rauslegt und zu guter Letzt ein entspanntes Erholungsbad mit Lavendelduft genießt. Von Stress ist bei ihr nichts zu spüren. Beide Aufgaben, also Familie und Beruf erfüllen sie gleichermaßen und stehen sich gegenseitig in keinster Weise im Wege.

Die Chaos- Working Mum

Die Küche der Chaos - Working Mum
Quelle: Pixabay.de

Sie stolpert durch den Tag. Regelmäßig wird verschlafen, weil sie abends über dem Weckerstellen einschläft. Morgens ist Stress angesagt, das Frühstück fällt aus und in der Frühstücksdose für das Kind landet ein hektisch mit Frischkäse beschmiertes Brötchen vom Vortag und eine Gewürzgurke. Auf den letzten Drücker kommt sie mit ihrem Kind in der KiTa an, gerade noch rechtzeitig für das Frühstück. Das Kind weint beim Abschied und es dauert dadurch nochmal 5 Minuten länger, bis sie sich auf den Weg in die Arbeit machen kann.

Dort kommt sie mit Verspätung an, erntet trotz Entschuldigung böse Blicke vom Chef und versucht möglichst strukturiert ihrer Arbeit nachzugehen. In Gedanken aber immer wieder beim Kind, weil es sich heute so schlecht trennen konnte. Nach der Arbeit wird der Einkauf, der vorher wegen der Verspätung nicht mehr drin war, nachgeholt. Dann das Kind abgeholt, es will natürlich nicht mit nach Hause und die Tränen vom Morgen sind längst vergessen. Zu Hause fällt ihr auf, dass sie zwei wichtige Zutaten für das Abendessen in der Hektik beim Einkauf vergessen hat, sie muss improvisieren. Das Kind hängt an ihrem Hosenbein, während sie schwitzend vor dem Herd steht und schon nervös wird, wenn darauf mehr als ein Topf steht. Irgendwie wird daraus doch noch ein ganz passables Essen. Es wird vor dem Fernseher verzehrt, damit auch sie mal 5 Minuten die Beine hochlegen kann.

Sie bringt abends das Kind ins Bett, weil es von Papa nicht ins Bett gebracht werden will. Danach verschiebt sie die Wäsche, das Staubsaugen und das Badputzen auf den nächsten Tag (genau wie gestern und vorgestern und vorvorgestern). Sie weiß nicht wo ihr der Kopf steht und Familie und Beruf sind gleichermaßen vom Chaos betroffen. 

Eine Million Zwischenformen der Working-Mum

Das sind jetzt natürlich zwei völlig überspitzt dargestellte Extreme. Es gibt wahrscheinlich eine Million Zwischenformen. So wie mich früher. Ich war eine solche Working Mum zwischen den beiden Kindern und erkenne mich in beiden Extremen wieder. Grundsätzlich machte mir mein Job weiterhin viel Spaß. Ich arbeitete gern mit Kindern und Menschen zusammen, führte gerne ein Team, trug gern Verantwortung. Mein Kind ist wundervoll betreut und geht so gerne in die KiTa, dass sie selbst am Wochenende danach fragt. Ich musste mir also um sie und ihr Wohlergehen während meiner Arbeitszeit keine Sorgen machen. Das machte vieles einfacher. Ich arbeitete in Teilzeit, konnte die Große in der Regel am frühen Nachmittag abholen und theoretisch so noch viel Zeit mit ihr verbringen. 

Von der Theorie her klingt das also alles ziemlich einfach und vereinbar, obwohl ich durchaus auch in Hektik verfiel, wenn zwei Töpfe am Herd stehen und ich nicht selten mit einer lebenden Fußfessel am Bein koche (auch ohne Berufstätigkeit war und ist das schon immer so). Immerhin gelang es mir auch zwischendurch mal zu frühstücken oder ein paar Einkäufe vor der Arbeit zu erledigen. Allerdings kam es auch oft genug vor, dass ich dabei irgendwas vergessen habe… Es gab in der Praxis also schon noch ein paar offene Punkte, Schwierigkeiten, Zwiespälte:

Die Realität

Auch wenn mir der Job Spaß machte, war doch nichts mehr so wie es vor meiner Schwangerschaft war. Da habe ich Vollzeit gearbeitet. Ich hatte die Führungsposition inne, wurde vom Team sehr geschätzt. Ich war sehr flexibel, blieb länger wenn nötig, konnte Geschäftstermine legen wie ich wollte etc. Mein Leben war also schon voll auf Arbeit ausgerichtet und das fand ich auch gut. Der Haushalt ist schon damals öfter zu kurz gekommen, aber das lag vielleicht auch an meiner fehlenden Motivation…

Nach der Elternzeit war alles anders: Ich arbeitete Teilzeit und teilte mir die Führungsposition mit einer Kollegin, die Vollzeit im Haus ist. Sie hatte großes Verständnis für mich als Mutter, nahm Rücksicht auf meine Urlaubswünsche usw. Das war wirklich viel wert! Doch irgendwann musste ich den Stift eben fallen lassen, um die Große abzuholen. Dabei wäre ich evtl. am Nachmittag noch ganz gerne bei einem wichtigen Termin dabei gewesen… einerseits. Andererseits konnte ich es kaum erwarten, mein Kind abzuholen, mit ihr zu spielen, zu staunen, zu kuscheln. Denn, auch wenn das manchmal anstrengend ist, erfüllt es mich und macht mich unendlich glücklich. Der Haushalt musste so nebenher laufen. Das klappte mal mehr, mal weniger und die Zeit mit dem Lieblingsmann ist heute ähnlich rar, wie vor dem Leben als Eltern.

Läuft! (?)

Objektiv betrachtet klappte das mit der Vereinbarkeit also bei uns. Job lief. Familie lief. Aber nur weil es irgendwie (mit viel Gestopfe) unter einen Hut passte, heißt es für mich eben noch lange nicht, dass es wirklich gut war. Es blieb trotzdem fast täglich der Zwiespalt zwischen: Mein Team voll und ganz unterstützen zu können und meinem Kind mit all seinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Vom Lieblingsmann und auch mir selbst gar nicht erst zu reden. Ich finde schon, dass meist irgendetwas auf der Strecke blieb, mal das Eine, mal das Andere. Dass mal das die Große zurückstecken musste, weil ich doch einen Abendtermin wahrnahm und sie nicht ins Bett bringen konnte oder nachmittags statt gemeinsamem Spielen staubsaugen und Wäschewaschen auf dem Programm standen. Und dass umgekehrt manchmal das Team hinten anstand, weil ich mit dem kranken Kind zu Hause bleiben musste oder eine wichtige Frage erst am nächsten Tag geklärt werden konnte.

Alles anders

Es ist eben anders. Deshalb stört mich diese Vereinbarkeitsnummer sehr und ist irgendwie auch utopisch: Ich habe mich sehr bewusst dazu entschieden Mutter zu werden und möchte das nicht missen. Doch damit bin ich auch bereitwillig das Risiko eingegangen, dass meine „Karriere“ bei meinem Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Elternzeit eine andere sein wird. Es wird jetzt eben immer dieses (absolute Wunsch-)Kind geben, dem mein Herz ganz gehört, für das ich bereit bin alles zu geben. Das auch nicht mehr zulässt, dass ich eine „Karrierefrau“ bin. Nicht, weil es organisatorisch mit langen KiTa-Öffnungszeiten etc. nicht möglich wäre, sondern, weil ich eine Andere geworden bin, eine „Fulltime-Mami“ mit Leib und Seele. Erst seit ich das voll und ganz erkannt und akzeptiert habe, kann man (wenn) überhaupt (irgendwie) über Vereinbarkeit sprechen.

Freichmachen von gesellschaftlichen Anforderungen

Und noch etwas ist für mich unheimlich wichtig: Sich also Mutter frei zu machen von den gesellschaftlichen Erwartungen an Working Mums. Denn aus der Sicht der Gesellschaft gibt es nur ein Gut und ein Schlecht. Die oben genannte „Vorzeige-Working-Mum“ ist das, was alle Mütter sein sollen. Die Quaosqueen wird hier eher als Versagerin gesehen, die nichts auf die Reihe bekommt. So ist es aber nicht. Denn aus meiner Sicht gibt es die „Vorzeige-Working-Mum“ nicht. Das ist nicht zu schaffen und wenn, dann nur mit Unterstützung. Die hat aber nicht jeder. Und nicht jeder hat einen wundervollen Betreuungsplatz und ein KiTa-begeistertes Kind. Nicht jeder ist so strukturiert. Deshalb, liebe Quaos-Queens und Zwischenform-Mums und digitale Working Mums (wie mich): Wir sind gut so wie wir sind und wir machen das großartig!!!

Wie ist es bei euch? Wie bringt ihr das alles unter einen Hut? Welche Geheimwaffen und -Rezepte habt ihr?

32 Kommentare

  • Busymamawio

    Ich als busymama muss hier einfach mal meinen Senf dazugeben. Mein Chef hat mal zu mir gesagt, ich sollte mich entscheiden: für meine Kinder dasein oder meinen Job gut machen. Etwas dazwischen gibt es nicht. Das finde ich falsch. Das berufstätig sein ist dasselbe Problem, wie das Muttersein allgemein: wir wollen alle perfekt sein und machen uns dadurch kaputt. Natürlich können wir Mütter keine mega karierre hinlegen, ohne unsere Familie zu opfern. Aber ein normaler arbeitsalltag ist möglich, für jeden aber eben anders. Der eine arbeitet gerne vollzeit, weil er seinen Ausgleich zum Familienleben darin sieht (so auch ich), der andere geht nur stundenweise, um mal raus zu kommen. Wir sollten aufhören an der Vereinbarkeit rum zu haken sondern das ganze individuell betrachten, wie es für uns gut ist.
    Viele Grüße
    Wioleta von http://www.busymama.de

  • Sonja

    Hallo ihr fleißigen Mamas! 🙂

    Ich finde deinen Bericht Spitzenklasse. Ohne wertend zu sein über so ein doch sensibles Thema zu schreiben ist toll!
    Ich persönlich hab meinen Job als Teamleiter in einem Reha-Zentrum geliebt. Meinen Job als Mama und Familien-Teamleiter liebe ich mindestens genau so viel. Ich bin der Meinung – eine glückliche Mama ist eine gute Mama! Wenn eine Frau sich im Beruf wohlfühlt und glücklich damit ist Vollzeit zu arbeiten trotz Familie und co., dann ist das bestimmt der richtige Weg. Andersrum ist es auch ein guter Weg sich voll und ganz der Familie zu widmen und den Job für ein paar Jahre hinten an zu stellen!
    Alles Liebe
    Sonja

    • fraufreigeist

      Hallo Sonja,

      danke für das tolle Feedback! Ich denke auch, jedem das Seine. Es gibt bestimmt auch viele Mütter, die da einfach sehr strukturiert sind und gut zurecht kommen. Man muss das so machen, wie es für alle am besten passt…

  • Bea

    Yessssss Baby! Ich feiere gerade Deinen Beitrag! Nichts ist so wie es scheint! Die Vorzeige-Workingmum ist ein Mythos! Wenn man hinter die Kulissen schaut, geht es ihr genau wie Dir und mir!

    Ich arbeite ja nur im Home Office. Aber das ist nicht immer von Vorteil, denn meine Kinder nutzen das natürlich aus, dass ich ständig greifbar bin. Und Chaos, auch mal Überforderung und Hilflosigkeit… das kennen alle Working mums! Alles muss klappen, dann noch die gesellschaftlichen Vorstellungen, das kann nicht gut gehen! Man muss Kompromisse eingehen, ständig. Flexibel sein und Multitasking-fähig. Es wird viel von einer Working mum erwartet… aber das Wichtigste ist, dass sie nicht zuviel von sich selbst erwartet.

    Lieben Gruß, Bea.

    • fraufreigeist

      Haha, das freut mich, dass ich dich zum Feiern gebracht habe :)! Es ist wie du es sagst, jede Mama muss schauen, wie es für sie und ihre Familie am besen passt!

  • Dresden Mutti

    Toller Beitrag! Arbeiten mit Kindern ist tatsächlich etwas anderes als ohne Kinder. Ich arbeite normal viel, also 40 Stunden/Woche, aber nicht in einer Führungsposition, und ich habe zwei Töchter im Alter von 6 und fast 5 Jahren. Ob ich zur Selbstverwirklichung arbeite? Oder ob mir sonst langweilig wäre? Solche Fragen sind seltsam, denn in erster Linie arbeite ich wie die meisten anderen Menschen auch, um mein Leben finanzieren zu können. Gerade mit Kindern kommen viele Kosten dazu (Miete, KiTa-Beiträge, Verpflegung ect,)… Ich finde es normal, eine Working-Mum zu sein.
    Ich denke übrigens schon, dass „die Gesellschaft“ ein realistisches Bild von uns Müttern haben müsste. Wir sitzen ja am Ende doch alle im gleichen Boot und müssen alle unser Elternsein mit dem Beruf vereinbaren. Schlimm finde ich, wenn Eltern hier Steine in den Weg gelegt werden. Aktuell beschäftigt mich zum Beispiel die Frage, warum Ausbildungen so unflexibel sind. Eine Freundin wird als alleinerziehende Mutter nächstes Jahr ohne Familie in der Nähe in Ausbildung sein. Sie darf max. ein Jahr fehlen, kann nicht das Bundesland wechseln (um z.B. zur Familie zu ziehen) und hat Arbeitszeiten von 8-17 und 8-18 Uhr. Ich finde das schon hart, zumal sie erst ein Lehrjahr abgeschlossen hat und noch 2 Jahre vor ihr liegen…

    Viele Grüße
    Nadine

    • fraufreigeist

      Ich glaube genau das ist das Problem. Die Gesellschaft hat KEIN realistisches Bild von dem, was wir Mütter/Frauen leisten. Solange sich das nicht ändert ist auch Vereinbarkeit meiner Meinung nach nicht wirklich machbar.

  • Carry

    Ich habe zwar noch keine Kinder, möchte dann aber auch wenn es soweit ist wieder arbeiten gehen und nicht nur zuhause bleiben. Ich finde es super, dass du die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählst 🙂

  • Anni

    Ich finde deinen Artikel sehr stark und wahr. Man quetscht sich so oft in Dinge, die die Gesellschaft oder eine bestimmte Rolle vermeintlich von einem erwarten und es erfordert Mut zu sagen, dass es bei einem selber eben anders ausschaut/nicht klappt/anders läuft.
    Den Küchenvergleich finde ich auch super lustig 🙂

    Liebe Grüße und weiter so,
    Anni von https://www.yogagypsy.de

  • I need sunshine

    Toller Beitrag, ich habe mich in vielen Dingen wiedererkannt. Bei mir haben sich auch einfach die Prioritäten verschoben, seit ich Mutter bin. Solange meine Tochter so klein ist und mich so sehr braucht, möchte ich einfach immer für sie da sein können. Mit Job ist das aber eine ganz schöne Herausforderung und ich fühlte mich oft gestresst. Kam oft zu spät in Meetings, weil das Abgeben im Kindergarten mal wieder ein Drama war (und auf dem Weg zur Arbeit im Auto habe ich geheult, weil ich mich wie eine Rabenmutter fühlte und das weinende Kind abgeben musste), nach der Arbeit nach Hause hetzen, schnell ein bisschen Haushalt erledigen oder schon längst auf dem Sprung in den Kindergarten. Haushalt irgendwie nebenbei machen. Ohne familiäre Unterstützung finde ich es einen ganz schönen Spagat, den man leisten muss. Und irgendwie fühlte ich mich für den Haushalt verantwortlich, schließlich arbeite ich „nur“ Teilzeit. Dass man da selbst auf der Strecke bleibt, ist irgendwie klar. Aus gesundheitlichen Gründen (weil ich eine chronische Erkrankung habe), habe ich beschlossen aus diesem Teufelskreis auszubrechen und beruflich etwas zu verändern.

    Liebe Grüße,
    Diana

    • fraufreigeist

      Schön, liebe Diana, dass du für dich einen Weg gefunden hast und dich beruflich so verändern konntest, dass es dir damit jetzt gut geht!

  • Marie-Theres

    Hey, meine Waffe heißt: Das Homeoffice Ding komplett streichen. Ich habe früh Kinder bekommen und mir schon im BA und MA eingeredet, ich könne was „von zu Hause aus“ machen. Das funktioniert nicht. Denn entweder Mama ist zu Hause und hat Zeit oder nicht. Deswegen bleibt bei mir Arbeit im Büro (habe eine VZ-Stelle im Marketing) und zu Hause bin ich für meine Familie da.
    Liebe Grüße,
    Marie

    • fraufreigeist

      Ja, das kann ich mir auch vorstellen. Es gibt dann keine klare Trennung zwischen Beruf und Familie und gerade kleine Kinder können evtl. mit dem Homeoffice nicht umgehen.

  • Merry

    Hey du.
    Ich kann da gar nicht mitreden, da ich bei den Kindern Zuhause bin und mein Mann arbeiten geht. Ich finde es aber gut, dass du sensibel an dieses Thema herangegangen bist und nicht voreingenommen warst. Deine Meinung dazu finde ich toll. Man sollte sich immer treu bleiben und das tun, was sich für einen richtig anfühlt.

    Liebste Grüße,
    Merry.

  • Lisa

    Sehr schöner Beitrag!
    Ich selbst habe 3 Mädels zuhause, die Große wird nächsten Monat 4, die Zwillinge sind 1 1/2. Ich arbeite 3 volle Tage +i.d.R. 2 Wochenenddienste. Vom Prinzip her ist es bei uns gut machbar, wir haben sehr gute familiäre und nachbarschaftliche Unterstützung und ab August gehen alle 3 in die Kita. Trotzdem bleibt oft das Gefühl, nichts zu 100% machen zu können. Das schlechte Gewissen, wenn man das Haus verlässt und die Kinder weinen… auf der anderen Seite aber auch die Unflexibilität im Job, mal einzuspringen, länger zu bleiben etc. Schwierig, dafür gibt es wohl keine Lösung.
    Viele Grüße,
    Lisa

    • fraufreigeist

      Ja, das ist schwierig. So eine familiäre Unterstützung ist aber schon mal Gold wert. Die fehlt uns aufgrund der großen Entfernung zur Familie leider komplett. Ich kann mir aber vorstellen, dass es trotzdem schwer ist, alles zu vereinen.

  • Janine

    Hallo Britta,

    interessanter Artikel. Ich würde mir auch mal Artikel von Männern dazu wünschen: Wie sieht das Thema und vor allem Gedankenn bei Vätern aus zu Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

    LG

  • Anja S.

    Ein sehr schöner Beitrag, der alle Facetten beleuchtet. Ich bin bei beiden meiner Kids direkt nach dem Mutterschutz wieder in Teilzeit in den Job zurück und das ging nur wohl strukturiert. Pünktlichkeit ist bei mir von jeher das A & O für alles. Wie Du gesagt hast, hängt es auch alles von der eigenen Person oder auch der Infrastruktur etc. ab. Bei uns gab es z.B. keinen Kita-Platz für 3 Monate alte Babys und so waren beide jeweils bei einer Tagesmutter, aber das war ganz schön teuer. Damals gab es auch noch keinen Rechtsanspruch und somit mussten wir die Kosten alleine tragen. Trotzdem war es für mich persönlich wichtig, im Beruf zu bleiben und ich würde auch immer wieder so entscheiden. Klar ist aber auch, dass man in einem Teilzeitjob nicht die gleichen beruflichen Perspektiven wie in einem Vollzeitjob hat.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

    • fraufreigeist

      Wow, Hut ab! So schnell wieder in den Beruf, ich glaube, das hätte ich schon allein durch den Schlafmangel nicht geschafft ;). Toll, dass du das so gut meistern konntest!

  • Sophie

    Hi! ich habe selbst keine Kinder und habe immer vollste Bewunderung für Working-Moms. Die wirken auf mich meistens wie Gottheiten mit 70 Armen und 36-Stunden Tagen. Wie ihr das unter einen Hut bekommt ist mir wirklich rätselhaft. BRAVO!!! Ihr seid absolut spitze und macht das sicherlich – jede auf ihre Art – großartig.

    • fraufreigeist

      Ich denke genau darauf kommt es an. Jeder macht es auf seine Weise großartig und die Hauptsache ist, dass alle mit ihrem Weg glücklich sind!

  • Anna

    Hi,
    Die Herausforderung ist gleich weniger groß, wenn der Papa auch einkaufen geht, Brote macht und das Kind vom Kindergarten holt. Ich habe auch ein Kind und arbeite Vollzeit, derzeit ist der Papa in Karenz und kochen kann er sogar besser als ich. Das Bad (und auch anderes) putzt die Putzfrau, das leisten wir uns mit 2 Vollzeit Einkommen.
    Viele Probleme der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind gelöst, wenn Mama und Papa sich für organisatorische Sachen verantwortlich fühlen. Das gute ist, jeder muss nicht alles machen, und wenn geht, dann macht jeder das, was er/sie lieber mag.
    LG Anna

    • fraufreigeist

      Ja, das stimmt, das ist sogar sehr hilfreich. Aber auch dann ist es immernoch schwierig. Toll, dass ihr euch eine Putzfrau leisten könnt. Leider kann das nicht jeder, nicht mal alle Vollzeit-Arbeitenden. Solche Möglichkeiten sind aber natürlich super und wenn man kann, sollte man es auch nutzen! Dass dein Mann besser kocht als du ist großartig. Bei uns läuft es dann eher auf Essen bestellen hinaus, wenn er dran ist :).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.