Familie

Stilldemenz: 5 unglaubliche Geschichten – wahr oder unwahr?

Kürzlich hatte ich entschieden, über die lästige Stilldemenz- bzw. Schwangerschaftsdemenz zu schreiben und euch zu zeigen, dass ihr damit nicht alleine seid! Doch als ich mich hinsetzen wollte, um loszulegen, hatte ich bereits wieder vergessen, warum ich überhaupt den Block ausgepackt hatte. Ihr seht also, ich weiß wovon ich spreche… Zum Glück ist es mir dann doch irgendwann wieder eingefallen und voila, hier ist mein Artikel:

Stilldemenz - Hä?

Ich erzähle euch heute 5 unglaubliche Geschichten, die ich wegen meiner Schwangerschafts- bzw. Stilldemenz erlebt habe. Jedenfalls fast. Denn nur 4 der 5 Geschichten sind wahr, die andere ist frei erfunden. Ich finde alle 5 Geschichten ziemlich verrückt. Deshalb mache ich ein Ratespiel daraus: Welche Episoden sind wahr und welche unwahr? Gerne könnt ihr in den Kommentaren mitraten. Ich löse dann am Wochenende ebenfalls in den Kommentaren das Rätsel auf.

Hier kommen also die 5 unglaublichen Geschichten:

Geschichte 1: Der Apotheken-Einkauf

Bei dieser Geschichte geht es nicht um Stilldemenz, sondern Schwangerschaftsdemenz. Aber das ist ja fast das Gleiche… In meiner ersten Schwangerschaft musste ich einmal mehrere Medikamente aus der Apotheke holen. Also bin ich mit dem Auto zur Apotheke gefahren, habe die Medikamente abgeholt und bin wieder zurück ins Auto. Dort merkte ich etwas genervt (von mir selber), dass ich nur die Hälfte der benötigten Medis geholt hatte. Den Rest habe ich vergessen. Ich also wieder zurück in die Apotheke und die restliche Arznei geholt – dachte ich. Denn zurück im Auto stellte ich inzwischen mit leichtem Entsetzen fest, dass ich immernoch nicht alle Medikamente mitgenommen hatte. Eigentlich wollte ich nicht noch ein drittes Mal in die Apotheke zurück, denn nun wurde es tatsächlich langsma peinlich.

Doch es war dringend, sodass mir nichts anderes übrig blieb, ob ich wollte oder nicht. Ich streckte dann aber meinen Babybauch besonders weit raus, damit die Apothekerin auch sehen konnte, dass es sich hierbei nur um das gemeine Phänomen der Schwangerschaftsdemenz handeln konnte. Mann, war ich froh, als ich endlich alles hatte!

Stilldemenz – Geschichte 2: Haben wir alles?

Bei einem unserer ersten abendlichen „Ausflüge“ mit beiden Kindern – wenige Wochen nach er Geburt unserer Kleinen – waren wir auf der Feier eines Freundes eingeladen. Wir dachten uns, versuchen können wir es ja. Erstaunlicherweise klappte es super. Die Große beschäftigte sich abwechselnd mit einem Partyluftballon und den Gästen und die Kleine beobachtete von meinem sicheren Am aus zufrieden das bunte Treiben. Doch irgendwann wurde die Große dann doch müde und es war an der Zeit zu gehen. Die meisten Mamas unter euch wissen sicher, dass es oft lange gut geht und am Ende dann aber doch schnell gehen muss.

Also haben wir in Windeseile unseren halben Hausstand eingepackt (ihr kennt das), die Kleine in die Autoschale verfrachtet und die Anziehaktion der Großen überwacht. Allen nochmal schnell Tschüss gesagt, die Große, den Wickelrucksack und die Spieletasche geschnappt und los. Aber hatten wir nicht noch irgendwas vergessen? Ach ja, da stand die Kleine noch in ihrer Babyschale im Hausflur und gab keinen Mucks von sich. -Dank dieser tückischen Stilldemenz hätte ich also fast unser Baby stehen lassen…

Geschichte 3: Die U-Bahn-Auto-Verwechslung

Ich hatte einen Arzttermin in der Stadt. Normalerweise fuhr ich dort immer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, genauer gesagt mit der U-Bahn hin. Weil die Parkplätze dort sehr begrenzt sind und ich die Sucherei hasse. Doch an diesem Tag ging es nicht anders und ich musste doch mit dem Auto fahren. Zum Glück fand ich auch tatsächlich ganz schnell wenige Straßen von der Arztpraxis entfernt einen Parkplatz. Die Kleine nahm ich in die Trage, um sie entspannt vom Auto zur Praxis befördern zu können. Den Arzttermin hatten wir schnell hinter uns gebracht und ich konnte es kaum erwarten, nach Hause zu kommen, denn die Nacht war sehr unruhig. Also lief ich zur gewohnten U-Bahn-Station und freute mich riesig, also sogleich eine U-Bahn einfuhr, in die ich dann samt Kind und Trage kurzerhand sprang.

Zu Hause angekommen wunderte ich mich, warum unser Parkplatz vor dem Haus leer war. bis es mir siedenheiß auffiel: Ich hatte komplett verpeilt, dass ich selbst mit dem Auto zum Arzt gefahren war. Ich hatte also das Auto bei der Arztpraxis vergessen und war wie gewohnt mit den Öffentichen nach Hause gefahren. Mein Mann war leicht genervt von meiner Stilldemenz, als er das Auto am Abend noch abholen musste…

Stilldemenz-Geschichte 4: Kartoffelkohle

Also die Große ca. 9 Monate alt war, ereignete sich diese Geschichte als Resultat meiner Stilldemenz: Ich war gerade dabei, Kartoffeln und Möhren für den Babybrei zu kochen. Ich warf also alle Kartoffel-Möhre-Würfel ins kochende Wasser und als ich so wartete wurde die Große, die bis eben Mittagsschlaf hielt, wach. Weil sie noch nicht sehr lange geschlafen hatte, versuchte ich sie durch Stillen nochmal zum weiterschlafen zu bewegen. Als wir dann da kuschelnderweise lagen (die Große war schon längst wieder eingeschlafen) vernahm ich urplötzlich einen fiesen Geruch nach Verbranntem. Bevor ich aufspringen konnte ging auch schon der Rauchmelder los. Ich sprintete also in die Küche, nahm den Topf mit dem verkohlten Gemüse vom Herd, riss das Fenster auf und brachte den Rauchmelder zum Schweigen.

Dank der Stilldemenz habe ich unter dem Stillen (welch Ironie) die Kartoffeln und Möhren vergessen. Zum Glück ist alles gut gegangen.

Geschichte 5: Die vergessenen Freundinnen

Während der Stillzeit mit der Großen lebte ich gerne in den Tag hinein. Aufstehen, wenn das Kind ausgeschlafen hat, frühstücken und sich treiben lassen. Ich liebte es, so viel Zeit zu haben und wenig Termine. So freute ich mich auch an diesem einen bestimmten Tag, dass die Große sehr lange morgens geschlafen hatte und ich somit auch. Ich machte gemütlich Frühstück, las eine Zeitschrift dabei, während die Große fröhlich unter dem Spielebogen vor sich hinkrähte und überlegte mir, was wir wohl noch ein bisschen unternehmen könnten. Da vibrierte mein Handy und ich bekam eine Nachricht von einer Freundin, die lautete: „Wir sind schon da, warten drinnen“. Völlig irritiert starrte ich mein Handy an und versuchte in den hintersten Ecken meines Gehirns eine Erklärung für diese Nachricht zu finden.

Und dann fiel es mir wieder ein: Ich war an diesem Tag mit zwei Freundinnen zum Frühstücken in einem Cafe verabredet. Sie waren also schon dort und ich bis eben im Schlafanzug und völlig unvorbereitet zu Hause. Mann, war das peinlich! Kleinlaut rief ich die Freundin an und beichtete ihr, dass ich unsere Verabredung ganz vergessen hätte. Doofe Stilldemenz.

Zum Glück reagierte sie ganz cool, versicherte mir zu warten und ich machte mich und die Große im Schweinsgalopp fertig und düste zum besagten Cafe.

Na? Kennt ihr solche Erlebnisse? In welche peinlichen oder lustigen Situationen haben die Schwangerschafts- und Stilldemenz euch schon gebracht? Und welche Geschichte könnte erfunden sein? Schreibt mir doch in den Kommentaren eure Erlebnisse und euren Tipp für die erfundene Geschichte! Ich bin gespannt was ihr berichtet!

7 Kommentare

  • Avaganza

    Also meine Stillzeit ist jetzt doch schon einige Jahre her … aber ich kann mich noch gut erinnern dass mir mein Mann öfter gesagt hat, dass ich wohl an Stilldemenz leide, weil ich lauter Dinge durcheinander gebracht habe ;-). Keine Ahnung was da wirklich dran war, aber man hört es ja immer wieder. Lustige Anekdoten hast du da für uns zusammengeschrieben ;-).

    lg
    Verena

    • fraufreigeist

      Ja, ich glaube ganz um die Stilldemenz kommt kaum eine stillende Mutter herum… Und auch wenn man es selbst nicht so merkt, das Umfeld kriegt es mit ;).

  • Auszeitgeniesser

    Ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass ich während der Stillzeit vergesslicher gewesen bin 🙂
    Oder ist das vielleicht auch eine Art von Stilldemenz, dass man diese auch ganz schnell wieder vergisst?
    Gesagt hat es mir zumindest niemand 🙂

    Liebe Grüße, Katja

  • Dr. Annette Pitzer

    Liebe Britta,
    eine Stilldemenz ist ein belegtes medizinisches Phänomen genau wie die Wechseljahrsdemenz. Unser Gehirn hat viele Hormonrezeptoren und reagiert daher stark auf Hormonschwankungen. Es ist beängstigend, geht aber vorüber
    Alles Liebe
    Annette

  • Petra :)

    Ich habe nun schon mehrere Blogbeiträge üner dieses Thema gelesen. Das muss echt frustrierend sein. Deine Geschichten sind sicher alle möglich. Ich kann nicht erkennen, welche nun erfunden ist.

  • Busymamawio

    Ach ich kann mir gut vorstellen, dass die letzte Geschichte wahr ist! Das ist mir zu Beginn meiner zweiten Schwangerschaft auch so ähnlich passiert. Es war nur der Termin zur Planung des Junggesellenabschieds meiner Freundin. Upsi.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du Dein Baby vergessen hast. So lieb kann es ja nicht sein 🙂
    Viele Grüße
    Wioleta

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